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Interview mit Christoph Steinhauer (von Craftquelle)

Christoph Steinhauer ist Inhaber der Craftquelle und Brauwerkstatt Bonn und Gründer der “Hoppy Friends” Community. Wir haben ihm einige Fragen rund ums Hobbybrauen gestellt. Im Folgenden präsentieren wir das Interview mit ihm.

Frage: Woher kommst du und wie lange bist du schon Hobbybrauer?
Ich wohne in Bonn und bin bereits seit 5 Jahren Hobbybrauer (2018). In diesem Jahr eröffnete ich auch meinen Bottle-Store “Craftquelle”. Ich verkaufe aktuell 350 verschiedene Biere.

Frage: Was bietest du alles in deiner Brauwerkstatt an?
Früher war das die Schreinerei meines Vaters, in der er über 70 Jahre lang arbeitete. Später baute ich die Räumlichkeiten dann zur Brauwerkstatt um. Hier in der Brauwerkstatt mache ich vor allem Tastings, gebe Braukurse und braue mein eigenes Bier. Hier habe ich mir den Traum einer eigenen kleinen Brauwerkstatt und Eventlocation verwirklicht.

Frage: Wie bist du zum Bierbrauen gekommen?
Durch die Urlaube mit meinen Eltern in Belgien lernte ich die belgische Bierkultur früh kennen und bin bis heute ein großer Fan von belgischen Bieren. Später machte ich mehrere Road-Trips in den USA, z.B. die Route 66. In den USA wirst du mit dem Thema Craftbier natürlich total konfrontiert. Die Brew Pubs haben dort oft mehr als 30 Hähne und du hast eine riesige Auswahl an Bieren! Irgendwann nahm die Liebe zu Bier so zu, dass ich selber brauen und einen Bottle-Shop haben wollte. 

Frage: Wie siehst du das Thema Selbstständigkeit?
Das Bierbrauen mache ich aktuell im Nebenberuf, im Hauptberuf bin ich PR-Berater. Es ist aber geplant, dass das Thema Bierbrauen im Laufe der Zeit einen immer größeren Stellenwert bei mir einnehmen wird. Selbstständigkeit in Deutschland ist schwierig, das wusste ich aber auch schon vorher.

Mein Vorteil ist, dass ich nicht davon leben muss – das wäre auch schwierig. Deutschland ist nun mal das Land, wo das Bier am günstigsten ist. Für Konsumenten hat das natürlich Vorteile, aber das macht es schwer für kleine Brauereien, die einen viel größeren Aufwand haben, Bier zu produzieren. Es werden viel geringere Rohstoffmengen eingekauft, dadurch hat man automatisch höhere Preise. Es wird viel mehr manuell gearbeitet und mit hohem Personaleinsatz. In den deutschen Kneipen gibt es meist eine Bindung zu einer bestimmten Brauerei. Das reduziert dann die Vielfalt und der Kunde hat eingeschränkte Genussmöglichkeiten. In anderen Ländern gibt es mittlerweile eine viel größere Vielfalt. Diese Kultur muss in Deutschland erst noch wachsen und ins Bewusstsein rücken.

Frage: Warum hast du dich für den Braumeister als Brauanlage entschieden?
Er schafft mir durch die Programmierung einiges an Freiräumen und arbeitet äußerst zuverlässig. Wer anfangs nicht so viel investieren will, beginnt aber besser mit einem Einkocher oder einem einfachen Kochtopf.

Frage: Wie reagieren deine Freunde auf dein Hobby?
Die meisten sind da schon sehr positiv. Ich habe das große Glück, dass auch meine Frau diese Leidenschaft teilt und mich da unterstützt.

Frage: Nenne uns Favoritenbiere von deinen eigenen Bieren!
Das erste Bier, was ich selbst gemacht habe, ist das “Rheinland IPA”. Etwas spezieller ist das “Sunny Afternoon”, ein Ginger Lemon Witbier. Passend zur Kirschblüte in der Bonner Altstadt habe ich mein „Sakura Ale“.  Unser Winter Bier ist der Goldtrunk – ein Brown Ale mit Zuckerrübensirup.

Frage: Hast du Tipps für Braubeginner?
Es gibt viele Inspirationsquellen: gute Bücher, YouTube, die richtigen Foren. Einfach mal machen und probieren! Ein paar Dinge sind entscheidend beim Bierbrauen, die kann man schnell lernen, z.B. das Schrotbild, die Hygiene usw. Wenn man diese wenigen Punkte beachtet, ist der Rest wie “Suppe kochen”, einfach und unkompliziert. Die Variationsmöglichkeiten, die du dann aber hast, sind gewaltig und komplex.

Frage: Wer sind die “Hoppy Friends”?
Die “Hoppy Friends” sind ein Netzwerk, welches ich gegründet habe. Wir tauschen uns täglich in einer WhatsApp-Gruppe über unser Hobby aus und brauen regelmäßig zusammen und verkosten die selbstgebrauten Biere.

Frage: Dein Abschluss Statement?
Bier ist das älteste Kulturgetränk der Welt. Bierbrauen war schon zu Urzeiten absolut normal. Es ist ein tolles Hobby, denn es kann sich sowohl der Frickler bzw. Ingenieur als auch der Künstler dabei verwirklichen. Um es mit Hildegard von Bingen auszudrücken: “Jeder Tag ohne Bier ist ein verlorener Tag”. In diesem Sinne: Braut und trinkt Bier, vor allem Selbstgebrautes!

Hopfen und mehr GmbH
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