25.10.2018 10:27

Besuch beim Tettnanger Hopfenlabor zur Neutralen Qualitätsfeststellung

Nachdem auch der letzten Hopfen eingefahren ist, warten wir gespannt darauf dass dieser Zertifiziert, analysiert und dessen Qualität festgestellt ist damit wir ihn schnellst möglich für Sie wieder bereitstellen können.
Um uns ein genaueres Bild darüber zu machen, wie genau diese Qualitätsfeststellung funktioniert, haben wir das Tettnanger Hopfenlabor bei einen der letzten durchgeführten Untersuchungen für dieses Jahr besucht. Dieses Hopfenlabor führt die sogenannte 'Neutrale Qualitätsfeststellung' (NQF) durch, wobei der Hopfen auf seine äußere Qualität wie Wassergehalt, Pflücke und Optik geprüft wird.
Nach Ausstellung des Waagscheines, für den alle Säcke einzeln gewogen und versiegelt werden (Daher auch der Name deutscher Siegelhopfen), werden die Säcke in der so genannten Siegelhalle eingelagert und auch Proben entnommen.
Hierfür wird jeder 5 bis 7 abgepresster Sack mit einem Hohlbohrer für ein Muster beprobt, die Probe mit einer Kennnummer versehen, nach Fremdgeruch Sensorisch getestet und mit Hilfe eines Probenteilers in 4 gleichgroße Proben geteilt. Zwei der Proben gehen zurück an die Firma zur Rückstellung, eine geht an ein großes Labor in Berlin zur Alpha Ermittlung und chemischer Untersuchung des Hopfens.
Die letzte Probe wird zur NQF verwendet die direkt im Hopfenlabor Tettnang durchgeführt wird.

Die Neutrale Qualitätsfeststellung umfasst folgende Untersuchungen:
1. Die Messung des Wassergehalts (%) die 2 x durchgeführt wird (max. 14 %)
2. Anteil an Laubblättern, Stängeln und Abfall (%) (max. 6 %)
3. Anteil loser Blätter (%) untersuchen durch 10 Sekunden langes Sieben
4. Prüfung auf Sortenreinheit, Samenanteil und Fremdbestandteile
5. Doldenbonitur, in der auf Schädlingsbefall, Farbe und auch Geruch geprüft wird

Diese Untersuchungen sind sehr aufwändig. Bei den Punkten 2 – 4 werden Siebe mit verschiedenen Größen verwendet, aber auch händisch mit Pinzette sortiert.
Die Ergebnisse der NQF haben direkten Einfluss auf den Verkaufspreis, der von + 4 % bis hin zu – 26 % für den Landwirt ausfallen kann.
Überschreiten die Muster Schwellenwerte, wird der Hopfen aus dem Verkehr gezogen, damit kein Hopfen der erhebliche Mängel aufweist überhaupt in den Handel gelangt.

Im Hopfenlabor Tettnang konnten wir bei dieser NQF den kompetenten Mitarbeitern über die Schulter schauen. An dieser Stelle wollen wir Frau Hähnle, Herrn Geiser und Herrn Moosherr, die Probe um Probe die im Anbaugebiet Tettnang angebaut wurden untersuchen und auswerten danken für Ihre Mühe bei den Untersuchungen und auch dafür, dass sie uns über ihre Schulter haben schauen lassen, damit wir einen besseren Einblick in Ihre Arbeit bekommen. Sie stellen sicher, dass nur guter Hopfen in den Handel kommt und sortieren dafür sogar mit der Pinzette.

Nach unserem letzten Stopp in der Siegelhalle in der schon etliche Hopfensäcke auf ihre weitere Verarbeitung, wie z.B. das Pelletieren, warten, verabschieden wir uns vom Hopfenlabor Tettnang. 
Nochmals bedanken wir und dafür, dass Sie sich Zeit genommen haben, damit wir und auch ihr alle einen besseren Einblick in die Qualitätssicherung unseres deutschen Hopfens erhalten.


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