17.12.2018 13:19

Besuch bei der BayWa Tettnang zur Pelletierung der Hopfendolden


Die Hopfenernte ist schon lange vorbei und die Pelletierung der Hopfendolden läuft derzeit auf Hochtouren. Höchste Zeit für uns der BayWa in Tettnang einen Besuch abzustatten und uns die Produktion der Pellets einmal genauer anzuschauen.

Die BayWa erhält abgesackte Hopfendolden aus der ganzen Welt, um daraus Pellets zu produzieren.
Während der Produktionszeit von Oktober bis April werden 4 bis 5 tausend Kg Pellets in Tettnang hergestellt.

Nachdem die Hopfenballen bei der BayWa angekommen sind werden diese in die Maschine ein geleert und wieder aufgelockert. Die Hopfendolden werden mit ca. 10% Restfeuchte angeliefert, was für ein optimales mahl Ergebnis jedoch zu hoch ist. Deshalb werden die Dolden nach der Auflockerung in eine der beiden Darren, welche bei der BayWa vorhanden sind, weitergeleitet und dort auf 8% Restfeuchte runter getrocknet. Während dieser beiden Schritte sieht man immer wieder Schwergutabscheider, hier werden zum Beispiel sich noch zwischen den Hopfendolden befindende Drähte oder Steine von den Dolden getrennt. Auch in den Rohren gibt es zur Unterstützung der Schwergutabscheider immer wieder befestigte Magnete, damit nur die reinen Dolden in das Mahlwerk gelangen. Nach der Trocknung wird der Hopfen durch eben diese Rohre in das Mahlwerk befördert, wo die Dolden fein gemahlen werden, bevor es in große Trichter weiter geht, um sie dort zu homogenisieren.

Nach diesen sehr wichtigen Schritten ist es endlich so weit und der gemahlene Hopfen wird pelletiert und hierfür durch eine Matrize „gequetscht“. Hierbei erhalten die Pellets mithilfe verschiedener Pressformen ihre typische Form. Die Pressformen haben immer einen Durchmesser von 6 mm, jedoch gibt es verschiedene Längen, von 35 mm bis 120 mm. Je nach Sorte, welche produziert wird, muss eine andere Matrize, mit anderer Pressformlänge in die Maschine gespannt werden.
So benötigt zum Beispiel der Hopfen Herkules, mit hohem Alphawert, eine längere Pressform. Diese dient dazu, dass das im Hopfen befindliche Lupulin längere Zeit erwärmt wird und somit für den halt der Pellets sorgen kann.

Da die Pellets sehr heiß aus der Pelletiermaschine kommen sind sie noch nicht direkt bereit für die Verpackungsmaschine. Vor diesem letzten Schritt werden Sie mit einer Art Aufzug ein paar Meter durch eine Lüftung gefahren, um dann direkt zum Verpacken weiter transportiert zu werden womit sie wieder bereit sind, um sich auf die Reise in die ganze Welt zu machen.

Zum Schluss der Führung durch das Pelletierwerk haben wir noch einen sehr interessanten Fakt zu der kompletten Anlage erhalten, der Ihnen beim Betrachten der Bilder bestimmt auch einen besseren Einblick geben wird. So sieht man auf dem Bild der Anlage verschiedene Rohre und Elemente. Jede Farbe zeigt, was sich in diesem Rohr bzw. in diesem Teil der Anlage befindet. So steht Gelb für den Rohhopfen, bzw. die getrockneten Dolden, Grün steht für den gemahlenen Hopfen und in den roten Bereichen der Anlage sind bereits Pellets zu finden.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die BayWa Tettnang und vor allem an Frau Lena Heilig für diese sehr interessante und informative Führung durch die Pellet-Produktion.


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